Innovative Geohybrid-Anlage in Pankow

Modell für die städtische Wärmewende

Ein mit einer GeoHybrid-Anlage beheiztes Neubauprojekt im Berliner Stadtteil Pankow zeigt, wie auch große Gebäude in einer Metropole wie Berlin kostengünstig mit erneuerbarer Wärme und Kälte versorgt werden können. Die durch das Berliner Unternehmen Geo-En geplante und realisierte GeoHybrid-Anlage kombiniert 20 Erdwärmesonden mit einem Blockheizkraftwerk, das gleichzeitig den Strombedarf der Wärmepumpen deckt.


Die 70 Wohnungen des Baugruppen-Wohnprojekts „Himmel und Erde“ in der Pankower Brehmestraße werden ökologisch mit Erdwärme beheizt und gekühlt. Dazu wurden 20 Erdwärmesonden mit einem Blockheizkraftwerk kombiniert. Dadurch ist die Anlage besonders energieeffizient und zugleich wirtschaftlich. Im Sommer versorgt die Anlage die Wohnungen mit passiver Kälte – ein besonderer Komfort für die Bewohner, und das quasi zum Nulltarif. Die abgeführte Wärme aus den Wohnungen wird dabei zur Warmwasserbereitung und zur Regeneration der Sonden genutzt.

Zusätzlich wurden auf dem Dach einfache solarthermische Absorber installiert, die im Sommer die Erdwärmesonden aufladen. So dient die Geothermie-Anlage als saisonaler Sonnenenergie-Speicher.

Für die Baugruppe im Berliner Stadtteil Pankow war von Anfang an klar: ihr Neubau mit 70 Wohnungen soll möglichst energieeffizient und klimaschonend beheizt und gekühlt werden. Die aus einer 100 kW Wärmepumpe, einem 33 kWel/70 kWth BHKW, 20 Erdwärmesonden, 350 m² Solarabsorber und einem 200 kW Spitzenlast-Gaskessel bestehende Anlage beheizt und kühlt die sechs Gebäude in der Brehmestraße für weniger als fünf Cent pro Kilowattstunde Wärme.

Auch die Umwelt profitiert, denn die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen wurden halbiert. Jährlich werden so rund 100 Tonnen CO2 eingespart. Durch das innovative Energiekonzept sparen die Bewohner gegenüber einer Gasbrennwertheizung dauerhaft rund 50 Prozent der sonst anfallenden Heizkosten.

Informationen und Hinweise

  • KlimaSchutzPartner 2016

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