cube berlin

Smart Commercial Building am Berliner Hauptbahnhof

Seit Anfang 2020 ist die Europacity rund um den Berliner Hauptbahnhof um ein spektakuläres Gebäude reicher: Nach knapp drei Jahren Bauzeit wurde das Bürogebäude cube berlin fertiggestellt. Das Solitärgebäude mit seiner markanten Glasfassade wurde von CA Immo als „smartes“, volldigitalisiertes Gebäude entwickelt, um sowohl den Betrieb des Gebäudes deutlich effizienter gestalten zu können als auch zahlreiche zusätzliche Serviceangebote für die Büromieter zu ermöglichen.


Mit einer Kantenlänge von 42,5 Metern wirkt das würfelförmige Gebäude von außen wie eine abstrakte, moderne Skulptur. In der gläsernen, gefalteten Fassade spiegelt sich kaleidoskopartig die Umgebung und je nach Lichteinfall verändert sich so das Aussehen des Gebäudes ständig. Durch dynamische Einschnitte in der Fassade entstehen auf den 10 Obergeschossen Terrassen für die Mieter des Gebäudes. Die Einschnitte verlaufen jeweils über eine ganze Gebäudeseite, wobei die Himmelsrichtung von Stockwerk zu Stockwerk wechselt. So entsteht eine dialogische Beziehung zwischen Umgebung und Gebäude. Die ebenfalls skulptural gestaltete Dachterrasse bietet zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten und ermöglicht Aus- und Weitblicke über ganz Berlin. Entworfen wurde cube berlin vom renommierten Kopenhagener Architekturbüros 3XN.

Smartes und vernetztes Gebäude

CA Immo hat den cube berlin als sogenanntes „Smart Commercial Building“ realisiert. Ziel dieser innovativen und prototypischen Entwicklung war es, den Betrieb des Gebäudes durch den Einsatz von vernetzter digitaler Technik effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Mietern des Gebäudes zusätzliche Services anzubieten. Zentrales Bedienelement ist dabei das eigene Smartphone: Alle für die Mieter relevanten Funktionen können über eine eigens entwickelte Gebäude-App bedient werden. Die Besonderheit liegt in der Vernetzung der einzelnen Bausteine in einem zentralen System – dem sogenannten Brain. Dabei handelt es sich um eine selbstlernende Software, die die vielfältigen Daten, die durch Sensoren geliefert werden, auswertet. Die Sensoren erfassen dabei sowohl Informationen aus der Umwelt als auch aus dem Verhalten, den Gewohnheiten, Vorlieben und Bedürfnissen der Mieter. Hierdurch kann der Betrieb fortwährend optimiert werden und die Nutzer erhalten individuelle Informationen und Angebote.

Das Digitalisierungskonzept wurde mit Unterstützung des Beratungsunternehmens Drees & Sommer entwickelt. Ein wesentlicher Fokus lag auf der Definition der Anwendungsfelder sowie der Auswahl der digitalen Bausteine und Sensoren. Bereits ab Sommer 2017 erfolgten Tests der digitalen Komponenten und deren Zusammenspiel. Hierzu wurde ein umfangreiches Testlabor an der RWTH Aachen aufgebaut. Ein weiterer Schwerpunkt war die digitalen Sicherheit (Cybersecurity). Um die Gefahren eines digitalen Angriffs durch Hacker auf das Gebäude zu minimieren, wurden erfolgreich mehrfache, intensive Penetrationstests durchgeführt.

Für die Entwicklung der Gebäude-App wurde mit dem PropTech Startup Thing Technologies zusammengearbeitet. Die entwickelte Software kommt inzwischen auch in weiteren Bürogebäudeentwicklungen zum Einsatz und ist grundsätzlich unabhängig von den digitalen Bausteinen und Sensoren. CA Immo hat die Technologie inzwischen auch in der Mietfläche eines Bestandsobjekts in der Erprobung mit dem Ziel, künftig auch weitere Bürogebäude aus dem eigenen Portfolio damit ausstatten zu können.

Bei einem Smart Building ist selbstverständlich die sehr gute und ausfallsichere Internetanbindung eine zentrale Rolle: cube berlin erhielt als eines der ersten Gebäude in Deutschland – als best in class – eine WiredScore Zertifizierung in Platin. Das Zertifikat attestiert dem Gebäude höchstmögliche Standards im Bereich der Konnektivität, digitaler Infrastruktur und Zukunftssicherheit.

Green Building

cube berlin wurde – wie alle CA Immo Projektentwicklungen – als Green Building entwickelt. Von der Planungsphase bis zum Betrieb wurde auf die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien geachtet. Um die Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern, kamen bei der Entwicklung der gläsernen Fassade eine Vielzahl innovativer Lösungen zum Einsatz: So wird die durch Sonneneinstrahlung gewonnene Wärme sowie die Gebäudewärme genutzt, um die dem Gebäude zugeführte Frischluft zu kühlen. Zudem verfügen die Scheiben über eine Solarbeschichtung, die das Aufheizen der Innenräume im Sommer minimiert. Dieser Effekt wird durch einen automatischen, im Fassadenzwischenraum liegenden Sonnenschutz noch unterstützt und erhöht gleichzeitig den Komfort für die Mieter. Durch den Einsatz dieser technischen Innovationen gelang es nicht nur die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) um über 25 % zu unterschreiten, sondern gut 50 % der gesamten vom Gebäude genutzten Primärenergie regenerativ durch Wärmerückgewinnung und den Einsatz von Solarthermie direkt im Gebäude zu erzeugen. Der ausgewogene Mix von ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitskriterien ermöglicht im Ergebnis eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) in Gold.

Informationen und Hinweise

Anschrift

Cube Berlin
Washingtonplatz 3
10557 Berlin

Mitte

Präsentiert von

Ansprechpartner*innen

CA Immo
Markus Diekow
markus.diekow@caimmo.de

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