
Kälte und Wärme für Berlins Mitte
Hochtemperatur-Wärmepumpe am Potsdamer Platz ergänzt die Kälteversorgung
In unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz realisiert die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH in Zusammenarbeit mit der Siemens Energy AG ein weiteres Vorzeigeprojekt der Berliner Wärmewende. Unter dem Namen “QWARK3” wurde in der BEW-Kältezentrale eine Groß- und Hochtemperatur-Wärmepumpe installiert, welche ein scheinbar widersprüchliches Prinzip nutzt: Wärme aus Kälte erzeugen.
Die Hochtemperatur-Wärmepumpe nutzt dabei die in der Kältezentrale entstehende Abwärme aus dem Kühlwasser als Wärmequelle. Dabei erhitzt sie mittels Strom und einem neuartigen Kältemittel die Temperatur der Restwärme aus dem Kälteerzeugungsprozess auf ein Niveau von 120 Grad Celsius. Die so erzeugte Wärme fließt anschließend ohne Umwege direkt in das Fernwärmenetz und versorgt das angeschlossene Stadtquartier mit umweltschonender Wärme. Damit ermöglicht der Einsatz der Wärmepumpe eine erhebliche Reduktion der Wärmeabgabe an die Umgebung und eine zusätzliche Wärmebereitstellung für das Fernwärmenetz von jährlich etwa 55 Gigawattstunden bei einer jährlichen Einsparung von 120.000 Kubikmetern Kühlwasser.
Mit der Hochtemperatur-Wärmepumpe können in den Sommermonaten rund 30.000 Haushalte mit Warmwasser sowie 3.000 Haushalte im Winter mit Wärme versorgt werden. Dadurch lassen sich jährlich rund 6.500 Tonnen CO₂ einsparen. Zudem erfüllt diese Wärmepumpe eine Leuchtturm-Funktion, denn sie ist die erste Ihrer Art, welche unter Realbedingungen erprobt wird.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms gefördert. Ziel des Pilotprojekts ist die Ableitung belastbarer Aussagen zum technisch-wirtschaftlichen Potential der Wärmeerzeugung durch Groß- und Hochtemperaturwärmepumpen.
Stresemannstraße 120
10117 Berlin
Mitte
Themenverwandte Projekte







