Trivalentes Heizsystem im Bestand

Sanierungsprojekt mit Geothermie und BHKW für 145 Wohnungen

Der Beamtenwohnverein in Köpenick fühlt sich seinen Mitgliedern verpflichtet und ist bei Sanierungen des eigenen Bestands darum bemüht, Wirtschaftlichkeit und Effizienz zusammen zu bringen – um die Umwelt zu schonen, aber auch zur Schonung der Geldbeutel ihrer Mitglieder.

In der Weskammstraße wurde im Rahmen der anstehenden Sanierung des Geschosswohngebäudes eine Heizungsversorgung über Geothermie mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) sowie einem Spitzenlastkessel kombiniert – alles verknüpft mit einer modernen, intelligenten Steuerzentrale. Hierdurch ergibt sich eine Warmwasserbereitung durch ein optimal ausgelastetes BHKW bei gleichzeitig effizientem Betrieb der Wärmepumpe, die zusätzlich optimierte Wartungsprozesse und kurze Reaktionszeiten z.B. beim unwahrscheinlichen Ausfall der Anlage ermöglicht.


Für das hier vorgestellte Sanierungsprojekt ist durch die Ausstattung des Bestandsobjektes mit einer Fußbodenheizung der Einsatz von Geothermie gewählt worden. Aufgrund der für Berlin typischen Bodenbeschaffenheiten ist die Einbringtiefe der Erdsonden hierzulande allerdings stark limitiert. Als Ausgleich mussten daher vergleichsweise viele Sonden im Umfeld des Hauses eingebracht werden. So können im Vergleich zu wenigen Sonden in großer Tiefe ähnliche Wärme-Speicherwerte erreicht werden.

Um für die Wärmepumpe eine optimale Fahrweise herzuleiten, wurde die Anlage mit einem Blockheizkraftwerk für die Erwärmung des Trinkwassers und zur Stromerzeugung kombiniert. Das ermöglicht hohe Betriebszeiten des BHKW, lässt die Wärmepumpe mit dem erzeugten Strom betreiben und unterstützt die Wirtschaftlichkeit der Anlage zusätzlich.

Abgerundet wird das Gesamtkonzept durch einen Gasbrennwert-Spitzenlastkessel. Aufgrund der Anlagenkonzeption läuft die Wärmepumpe für den Heizbetrieb komplett durch. Reicht die dadurch zur Verfügung gestellte Energie zu Spitzenzeiten nicht aus, wird das BHKW dazugeschaltet. Erst bei weiterem Energiebedarf z.B. bei Extremwetterlagen kommt das Gasbrennwertgerät zum Einsatz.

Der erzeugte Strom des BHKW wird vorrangig für den Betrieb der Wärmepumpe und darüber hinaus für Allgemeinverbraucher wie Aufzugsanlagen, Treppenhausbeleuchtung etc. genutzt. Bei ausstehendem Eigenbedarf kommt es zur Einspeisung in das öffentliche Netz.

Zentral gesteuert, dezentral verwaltet

Die gesamte Heizzentrale inkl. fast aller Einzelanlagen ist zentral vernetzt, regelt sich weitgehend selbst und kann über das Internet nicht nur überwacht, sondern im Bedarfsfall auch tiefen-analysiert und gesteuert werden. So werden Vor-Ort-Besuche der Techniker auf ein notwendiges Minimum reduziert, was Kosten vermeidet und zur Wirtschaftlichkeit zusätzlich beiträgt. Aus den permanent aufgezeichneten Betriebs- und Heizdaten kann die Betreiberin außerdem wichtige Schlüsse zur Optimierung der Anlage ziehen, so dass die Wirtschaftlichkeit der Anlage im Laufe des Lebens sicher noch um weitere Prozentpunkte gesteigert werden kann.

Anschrift

BWV zu Köpenick eG
Weskammstraße 9
12279 Berlin

Tempelhof-Schöneberg

Präsentiert von

Ansprechpartner*innen

Mario Fellbrich
info@bwv-zk.de

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