Passivhaus Linienstraße

Wohnungen und Galerie in Berlin-Mitte

In der Linienstr. 23 in Berlin Mitte, direkt hinter der Volksbühne, ist ein Mehrfamilienhaus mit Galerie in klarer, zeitgenössischer und vielseitig nutzbarer Architektur entstanden. Aus dem denkmalgeschützten Ensemble der Umgebung ergeben sich Baulinie und Gebäudehöhe.


Die Fassade des Hauses variiert dezent das vorhandene Farbenspiel der Nachbarschaft, die gesamte Hülle ist in einem Farbton gehalten.
Putz, Türen und Fenster, Rollos, sogar Hausnummer, Klingeltableau und Gartentreppe, alle Fassadenelemente sind steingrau. Dies unterstreicht das Prinzip des Passivhauses, die dicht geschlossene Gebäudehülle. In der verspielten Fen­steranordnung wird das Thema Lochfassade aufgenommen und durch die großen Fensteröffnungen, die sich leicht aus der Gebäudeflucht herausdrehen, weiterentwickelt.

Im Erdgeschoss öffnet sich die Galerie Zink einladend über eine große Glasfront zum Strassenraum. Von der Empfangsebene wird der Besucher über eine Treppe ins Untergeschoss bis in einen großen, fast 5 Meter hohen Ausstellungsraum geleitet, der über ein Fensterband von Garten- und Straßenseite belichtet wird.

Bereits von der Straße können Passanten einen ersten Eindruck von der aktuellen Ausstellung gewinnen. Die Wohnungen wurden - bis auf die eingeschossige Galeristenwohnung - als Maisonette ausgebildet. Die Ausstattung ist schlicht aber mit höchsten Ansprüchen an Material, Verarbeitung und Detail. Über 3 m Deckenhöhe und ein fast 6,50 m hoher Luftraum schaffen zusammen mit den großen Fensteröffnugen lichtdurchflutete Räume.

Alle Wohnungen entwickeln sich loftartig um eine Box als essentiellen Versorgungskern, welcher neben der Gebäudetechnik Küche, Bäder, Schränke und Innentreppe birgt. Hohe Schiebewandtüren können aus der Box gezogen werden um die Raumebenen zu zonieren. So können die Nutzer die Wohnungen an ihre Bedürfnisse anpassen. Das Passivhaus ist in hohem Maße energieoptimiert.

Die hochgedämmte Gebäudehülle besteht aus einem WDV-System mit 3-fach-Verglasung. Die Raumtemperatur wird über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, reguliert. Der geringe Restheizbedarf wird über eine Wärmepumpe mit Erdkollektor und eine thermische Solaranlage gedeckt. 

Das Trinkwasser wird dezentral in Frischwasserstationen erwärmt (15 % Energieeinsparung gegenüber zentraler Erwärmung), eine Grauwasseranlage bereitet leicht verschmutztes Wasser zur Wiederverwendung auf.

Auf dem Dach befindet sich eine PV-Anlage mit Einspeisung ins öffentliche Netz. Die großen Fenster zur Straße im Süden können mit Rollos zum Sicht und Sonnenschutz geschlossen werden. Im Winter wird so die Solare Energie genutzt und im Sommer abgehalten.

Informationen und Hinweise

Dieses Projekt war Bewerberin beim Wettbewerb KlimaSchutzPartner Berlin 2013

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