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Energetische Modernisierung von Wohnhochhäusern

Die Giganten des Märkischen Viertels erhalten ein WDVS

2.795 Tage lang war das Märkische Viertel das größte Modernisierungsprojekt Berlins. Ausgegebenes Ziel: Das Märkische Viertel soll zur größten Niedrigenergiesiedlung Deutschlands werden. Nachdem die Häuser in die Jahre gekommen waren und energetisch bei weitem nicht mehr dem gewünschten Standard entsprachen, entschied sich die GESOBAU 2008 für umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen der unterschiedlichsten Gebäudetypen und -größen.


Insgesamt wurden 13.500 Wohnungen modernisiert, komfortabel und modern ausgestattet und die Gebäudehülle den geltenden Energiestandards angepasst. Heizungsanlagen wurden ausgetauscht, Elektroleitungen erneuert und Versorgungsstränge saniert.

Die Giganten des MV: 911, 912 und 922

Die Gebäudegruppen 911, 912 und 922 gehören mit mehr als 2.600 Wohnungen und 33 Gewerbeeinheiten zu den größten Wohnhausgruppen des Märkischen Viertels und waren damit natürlich energetisch betrachtet als Verbrauchseinheiten von besonderem Interesse.

Damals von Georg Heinrichs und Hans Müller entworfen, übernahmen Entwurf, Planung sowie Ausführung der Modernisierungen zwei anerkannte Planungsbüros – Ludes Generalplaner sowie SPP-Property-Project-Consult –, die bereits über viele Erfahrungen mit ähnlichen Gebäudetypen der 1960er verfügten und diese hier einbringen konnten. Erstaunlicherweise wurde als zentrale Maßnahme im Gegensatz zu anderen Baugruppen lediglich eine effiziente Fassadendämmung als Wärmedämmverbundsystem (WDVS) benötigt und installiert, um in der Gesamtbetrachtung der Modernisierung des Viertels zufriedenstellende energetische Werte zu erhalten.

Das gesamte Märkische Viertel

560 Millionen Euro wurden insgesamt in die Modernisierung des Märkischen Viertels investiert. Eine Investition, die sich gelohnt hat: Durch alle Baumaßnahmen wird der CO2-Ausstoß im Märkischen Viertel um 75 Prozent reduziert. Durch die zusätzliche Umstellung des Vattenfall-Fernheizkraftwerkes auf Biomasse werden die Wohnungen sogar nahezu CO2-neutral beheizt. Jährlich werden nun fast 40.000 Tonnen CO2 eingespart. In den vergangenen acht Jahren entstand so eine Niedrigenergiesiedlung, die in Deutschland beispiellos ist.

Etwa 23.500 Menschen aus 9.450 Wohnungen wurden insgesamt während der Bauphasen in Umsetzwohnungen untergebracht. Viele von ihnen konnten während der Arbeiten in ihren Wohnungen bleiben – eine strenge Gesamt- und Detailplanung beschränkte die Belastungen in einer einzelnen Wohnung auf durchschnittlich maximal neun bis zehn Tage.

Anschrift

GESOBAU AG
Treuenbrietzener Straße 14
13439 Berlin

Reinickendorf

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