
ENOLA - Wasserdaten fließen lassen
Plattform für automatisiertes & kooperatives Datenmanagement in Wasserprojekten
ENOLA ist eine cloudbasierte Plattform zur digitalen Umweltüberwachung, die speziell für den effizienten Umgang mit der Ressource Grundwasser entwickelt wurde. Durch automatisierte Prozesse reduziert sie den Hardwarebedarf, die CO₂-Emissionen und den Verwaltungsaufwand und ermöglicht so eine moderne, energieeffiziente Infrastruktur für das Wassermanagement Berlins.
Mit ENOLA entsteht eine digitale Schlüsseltechnologie für eine klimaresiliente Wasserwirtschaft, die konsequent auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Die Plattform digitalisiert die Überwachung von Grundwasser und Umweltparametern, wodurch nicht nur Emissionen, sondern auch der Ressourcen- und Personalaufwand erheblich reduziert werden.
Ein aktuelle Problem ist der Mangel an aktuellen, vernetzten und qualitätsgesicherten Wasserdaten. Heute werden viele Daten noch dezentral, analog oder in inkompatiblen Systemen erfasst. Dadurch erfolgen Entscheidungen verzögert oder auf unvollständiger Informationsbasis – ein gravierendes Risiko in Zeiten des Klimawandels. Denn nur mit vollständigen und belastbaren Daten lassen sich Herausforderungen wie sinkende Grundwasserspiegel, Extremniederschläge oder Dürreperioden angemessen bewältigen.
Hier setzt ENOLA an: Die Plattform automatisiert die Erfassung und Analyse von Grundwasserdaten, standardisiert Datenformate und schafft offene Schnittstellen für eine sektorübergreifende Zusammenarbeit. Behörden, Versorger und Planungsbüros können somit erstmals gemeinsam in einem System arbeiten. Interaktive Visualisierungen, exportierbare Zeitreihen und statistische Auswertungen unterstützen datenbasierte Umweltentscheidungen in Echtzeit.
Die zugrunde liegende Green-IT-Architektur sorgt für signifikante CO₂-Einsparungen. Anstelle stromintensiver lokaler Server (4.380 kWh/Jahr) werden optimierte Rechenzentren mit Ökostrom genutzt, wodurch sich pro Jahr und Kunde bis zu 1,71 t CO₂ einsparen lassen. Durch die Digitalisierung entfallen zudem rund 80 % des Hardwarebedarfs (ca. 1,6 kg Elektronikschrott jährlich) sowie papierbasierte Prozesse – pro Kundin bzw. Kunde etwa 60 Blatt Papier im Jahr. Der manuelle Aufwand für Datenerfassung und -pflege sinkt um bis zu 90 %, wodurch monatlich bis zu 30 Stunden Arbeitszeit gespart werden.
Empfänger des Berliner Startup Stipendiums, gefördert von Science and Startups, Berliner Sentsverwaltung (WEB), Technische Universität Berlin, kofinaziert von der Europäischen Union
Weitere Informationen gibt es auf www.hydro-berlin.de
Ackerstr. 76
13355 Berlin
Mitte
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