
Bestandsgebäude klimagerecht zum Passivhaus modernisiert
Bestand als gut erkannt, für die nächste(n) Generation(en) ertüchtigt
Energiebedarf auf 1/12 reduziert
Die Hüllflächen verfügen über einen konsequenten Wärmeschutz. Die Fassaden bestehen aus einem Holzstegsystem mit 40 cm Holzfaser-Wärmedämmung. Fenster und Sonnenschutz sind solargeometrisch optimiert. Dadurch ermöglichen sie im Winter passive solare Wärmegewinne und vermeiden im Sommer eine Überwärmung.
Die vorhandene Bausubstanz wird weitestgehend weiterverwendet. Neue Baustoffe sind überwiegend nachwachsend oder natürlich. Trotz der „Überformung“ durch die Wärmedämmung bleibt die Anmutung des Bestandsgebäudes erhalten. Details sind übernommen oder wiederhergestellt, und die Proportionen stimmen nach wie vor. Dazu trägt vor allem die Wirkung der „Solartrichter-Laibungen“ bei.
Für die Wärmeversorgung kam ab 2008 zunächst ein pelletbetriebenes Mini-BHKW zum Einsatz, das jedoch nicht lange hielt. Heute übernimmt eine Pelletsheizung die Wärmeversorgung. Sie könnte mit einem Stirlingmotor nachgerüstet werden. Dies erfolgt jedoch nicht, da es wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Dafür ist inzwischen eine Photovoltaikanlage im Einsatz.
Die Heizung versorgt über eine Nahwärmeleitung auch ein Nachbarhaus in der nächsten Querstraße. Zwei zentrale kontrollierte Wohnraumlüftungen verfügen über Wärmerückgewinnung. Ein 100 Meter langer Erdwärmetauscher und ein Wärmetauscher sorgen für die Vorwärmung der Luft und im Sommer für Kühlung. Die Warmwasserbereitung erfolgt über eine Frischwasserstation und Solarthermie. Regenwasser wird für die Toilettenspülung genutzt.
Typisches Berliner Wohngebäude vom Typ ‚Kaffeemühle‘ mit zwei Wohnungen, Baujahr 1936. Die energetische Modernisierung erfolgte 2008 und 2009.
Rodensteinstrasse 6
13593 Berlin
Spandau
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