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Energiesparen im Büro

Viele von uns verbringen fast die Hälfte ihrer Wachzeit unter der Woche im Büro bzw. am Arbeitsplatz – daher herrscht auch hier ein enormes Potential zur Energieeinsparung. Dabei helfen schon viele kleine Schritte, die ein jeder von uns tagtäglich umsetzen kann. Was kann ich selbst tun?

Am Computer

Die meisten Menschen arbeiten heutzutage am Computer – hier lässt sich so einiges an Energie sparen.

  • Sie gehen in die Pause oder in eine Besprechung? Versetzen Sie den Computer in den Ruhezustand und schalten Sie die Monitore aus. So sind Sie in wenigen Sekunden wieder arbeitsbereit, verbrauchen aber nicht unnötig Energie – und der Rechner verschleißt weniger schnell.
  • Entfernen Sie Netzteile z.B. zur Aufladung des Laptops aus der Steckdose, wenn Sie kein Gerät angeschlossen haben bzw. laden. Die Teile ziehen nämlich auch Strom, wenn gar kein Ladevorgang aktiv ist.
  • Nutzen Sie Recyclingpapier und drucken Sie nur, was wirklich notwendig ist. Oftmals ist die Weiterverarbeitung oder Weitergabe von Dokumenten z.B. als PDF-Datei sinnvoller als ein Ausdruck.
  • Wirken Sie darauf hin, dass IT-Infrastruktur zusammen gelegt wird. Drucker können beispielsweise als zentrale Abteilungs-Geräte genutzt werden; Einzelplatz-Lösungen ergeben – auch kostentechnisch – nur in den wenigsten Fällen Sinn.
  • Nehmen Sie Ihre Geräte zum Feierabend vom Netz, denn auch Geräte, die "aus" sind, verbrauchen weiterhin Strom (StandBy). Damit nicht jedes Gerät einzeln geschaltet werden muss, empfehlen sich Steckerleisten mit Schalter; hier gibt es auch sehr komfortable Varianten mit externen Schaltern, die auf dem Tisch platziert werden können.

Heizung, Klima, Lüftung

Ein Großteil der Energie geht in einem normalen Büro in der Regel "durch's Fenster", nämlich in Form von Wärmeenergie. Damit die Heizung im Büro optimal sparsam arbeitet und die Verluste gering gehalten werden, empfehlen sich einige einfache Tricks:

  • Die Heizkörper sollten nicht verstellt oder abgedeckt werden, auch Gardinen können die Heizleistung beeinträchtigen. Die Luft muss frei um die Heizung und in den Raum hinein zirkulieren können.
  • Die Thermostatventile steuern die Heizung, aber anders als oftmals angenommen: eine höhere Stufe heißt nicht, dass es "schneller warm" wird. Die Heizung wird lediglich "länger" heizen, bis eine höhere Raumtemperatur erreicht ist – hier wird schnell vergessen, auch wieder herunter zu regeln, sobald es angenehm warm ist, und es wird heißer als notwendig. Als Faustregel gilt, dass "Stufe 3" ausreichend ist – das entspricht etwa 20 Grad Raumtemperatur.
  • Es gibt mittlerweile kostengünstig intelligente Thermostatventile, die ganz einfach selbst installiert werden können. Diese fahren voreingestellte Temperaturkurven, so dass das Büro morgens zu Arbeitsbeginn passend warm wird und zu Feierabend die Temperatur runter geregelt wird. Vollautomatisch, versteht sich. Spontane Änderungen nach Bedarf sind natürlich jederzeit möglich; direkt am Heizkörper wie gewohnt, via Smartphone oder teils auch online von unterwegs aus. Komplettsysteme bieten oft auch selbstlernende Geräte, die sich Anwesenheitszeiten im Laufe der Woche merken und auf Änderungen selbst reagieren.

Beleuchtung

Wenn auch nachgewiesenermaßen eine ausreichende Beleuchtung am Arbeitsplatz notwendig – und im Übrigen auch gesetzlich vorgeschrieben – ist, um beispielsweise Kopfschmerzen zu vermeiden, so ist die tatsächliche Beleuchtung in Büros oftmals überdimensioniert. Deshalb:

  • Schalten Sie das Licht öfter mal aus; insbesondere, wenn die entsprechenden Räume gar nicht gebraucht werden. Es gibt Alternativen, die meist ausreichend sind. Beispielsweise:
  • Tageslicht. Solange es draußen hell genug ist, sollte das Licht nicht eingeschaltet werden.
  • Schreibtischleuchte an! Für Arbeiten am Schreibtisch sollte diese ausreichend sein, vermindert aber die enorme Energiemenge für "Lichtabfall", der den gesamten Raum ausleuchtet.
  • Wirken Sie im Unternehmen darauf hin, dass effiziente Leuchtmittel (i.d.R. LED-Lampen) zum Einsatz kommen und das Netz ggf. so angepasst wird, dass sich die vielen Deckenlampen einzeln schalten lassen. So können Sie die Lichtmenge sehr viel besser auf den aktuellen Bedarf anpassen. Für größere Unternehmen empfiehlt sich ggf. die Installation einer zentralen, intelligenten Lichtsteuerung, die Ihnen diese Arbeit abnimmt.

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