Quartier Weissensee

KfW40 Wohngebäude in Holzbau mit sozialen Einrichtungen

Deutschlands größte Holzbausiedlung ist ein Beitrag zum nachhaltigen Bauen. Neben KfW 40 Standard ist die Gesamtgebäudeenergiebilanz von Bedeutung. Soziale Einrichtungen im Quartier, wie etwa ein Schwimmbad, eine Kiezküche und ein Kindergarten, sorgen für das richtige Miteinander.


Konzept

Auf der Basis der Idee, ein soziales und nachhaltiges, funktionsgemischtes Stadtquartier im Herzen Berlins zu schaffen, entstand das Konzept von Wohnhäusern für rund 250 Menschen und Räume für genossenschaftliches und nachbarschaftliches Leben, angereichert um öffentliche Angebote für den Kiez. Die kleine Siedlung aus fünf Häusern mit jeweils vier bis fünf Geschossen entsteht auf der ehemaligen Erweiterungsfläche eines angrenzenden jüdischen Friedhofs in Berlin-Weißensee. Ziel war es, das Quartier als Stadtmodell für soziales Miteinander zu entwickeln und einen Beitrag zu leisten zu einer lebendigen und lebenswerten Nachbarschaft mit vielfältigen und auch erschwinglichen Wohnungsangeboten. Ein besonderes Augenmerk liegt deswegen auf Gemeinschaftsflächen und Kommunikationszonen – sowohl für Austausch und Begegnung in den Gebäuden als auch im Freiraum.

Holzbau

Ein zentrales Anliegen der Bauherren ist der Wunsch, diese Idee des Stadtquartier in einer nachhaltigen architektonischen Lösung umzusetzen. Mit insgesamt rund 12.000m2 Nutzfläche in fünf Häusern ist das Quartier in Weissensee die derzeit größte Holzbausiedlung Deutschlands. Die Häuser mit 113 Wohneinheiten werden im KfW 40 Standard errichtet und setzen auf Holz als ein zentrales Baumaterial.

Ressourcen schonen und Energie sparen:
Durch die Konstruktion in Massivholz, das Fassadensystem als Holztafelbauweise mit Zellulosefüllung und einer Lüftungsanlage und Wärmerückgewinnung erreichen die Gebäude den KfW-40-Standard – d.h. sie verbrauchen 60 % weniger Energie als ein vergleichbarer Neubau. Dazu die Architekten: „Nachhaltiges Bauen bedeutet für uns die Entwicklung von Konzepten, die sowohl ökologisch als auch sozial auf Dauer tragfähig sind.“ Die Gebäude sind an die örtliche Fernwärme angeschlossen und verfügen über eine semizentrale Abluftanlage, die etagenweise in den Treppenhäusern angeordnet sind. Zu- und Abluft werden über das Dach organisiert. Die Nachheizung erfolgt über Flachheizkörper bzw. Unterflurkonvektoren.

Wirtschaftlicher Betrieb:
Auch wirtschaftlich hat die Bauweise mit Holz viele Vorzüge. Durch die Standardisierung von Haustypen, Stützraster und Fassadenelementen wird eine Einsparung von Baukosten wie in  der Bauzeit erreicht. Errichtet wird der Holzbau von der im westlichen Münsterland beheimateten Terhalle Unternehmensgruppe. „Aufgrund der eigenen Fertigungsanlagen für den Holzbau und der Fensterproduktion sowie der Durchführung aller Dachdeckerleistungen können wir die geschlossene Gebäudehülle durch den hohen Vor fertigungsgrad am Produktionsstandort Ahaus-Ottenstein optimal vorbereiten und somit effektiv auf der  Baustelle in Berlin montieren“, erläutert Josef Terhalle für sein Unternehmen.

Damit stellt die Verwendung des nachwachsenden Baustoffs Holz in einem Mix aus tradierter und hochmoderner Konstruktionsweise den Schlüssel dar für eine nachhaltige Bauweise – und bietet die Chance für die Entwicklung von innerstädtischem, grünem und zukunftsorientierten Wohnraum.

 

Anschrift

Piesporter Straße 60
13088 Berlin

Präsentiert von

Ansprechpartner*innen

Deimel Oelschläger Architekten
Christoph Deimel
030 2096768-10
info@deo-berlin.de

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