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Projekt EE-Rebound

Rebound-Effekte durch Umstieg auf Erneuerbare Energien? – Untersuchung von Konsumenten und Prosumer-Haushalten

Wie wirkt sich ein Umstieg auf erneuerbare Energien auf den Energieverbrauch von Haushalten aus? Sinkt etwa durch eingespartes Geld oder ein gutes Gewissen – „ich beziehe ja umweltfreundlichen Strom“ – die Bereitschaft zum Energiesparen?  Ob es zu solchen Rebound-Effekten kommt und wie diese gegebenenfalls minimiert werden können, erforscht das Projekt EE-Rebound.


Das Projekt wird vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) geleitet und gemeinsam mit dem Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior (FCN) und dem Fraunhofer ISI durchgeführt. Außerdem sind eine Reihe von Praxispartnern in das Projekt eingebunden. Die Fördermaßnahme verfolgt das Ziel, Wissen zum Umgang mit Rebound-Effekten zu generieren und daraus abzuleiten, welche Maßnahmen erforderlich sind, um diese Effekte einzudämmen und damit den Ressourcenverbrauch substanziell und nachhaltig zu reduzieren.

Projektziele

Das Projekt erforscht das Verbrauchsverhalten von Haushalten, die auf erneuerbare Energien umsteigen. Führt die Entscheidung für umweltschonende Energie insgesamt zu einem energiesparenden und effizienten Verbrauchsverhalten? Oder kommt es im Gegenteil zu direkten oder indirekten Rebound-Effekten? Wenn ja, in welcher Größenordnung entstehen diese? Und welche Rolle spielen finanzielle sowie psychologische und soziale Einflussfaktoren hierbei?

Ziel des Projektes ist es, Wege zu finden, wie Rebound-Effekte, die der Umwelt schaden, vermieden werden können und idealerweise die Verbraucher/innen ihren Energieverbrauch weiter senken können. Um hierzu beizutragen, möchte das Projekt drei konkrete Ergebnisse erarbeiten:

  1. Empirisches Wissen bereitstellen über Determinanten und Konsequenzen von Rebound-Effekten durch einen Umstieg von Haushalten auf erneuerbare Energie.
  2. Abschätzung nicht realisierter Energieeinsparungen und CO2-Emissionsreduktionen aufgrund von Haushalts-Rebound-Effekten in Deutschland
  3. Handlungsempfehlungen entwickeln für Politik und weitere Praxisakteure, um Rebound-Effekte zu minimieren.

Projektdesign

Im Forschungsvorhaben wird zunächst ein Überblick erstellt über unterschiedliche Möglichkeiten, wie Haushalte erneuerbare Energien erzeugen oder beziehen können und welche Rahmenbedingungen hierfür relevant sind sowie welche Dienstleistungen daran beteiligt sind. Parallel dazu werden qualitative Interviews mit Prosumern durchgeführt. Diese Interviews sollen Einstellungen und Werte der Prosumer ermitteln, sowie etwaige Verhaltensänderungen seit dem Wechsel auf erneuerbare Energien und deren Gründe. In einer anschließenden quantitativen Befragung wird erhoben, wie groß Rebound-Effekte tatsächlich sind und warum sie eintreten. Zusätzlich werden Energieverbrauchsdaten ausgewertet, um die Höhe der Effekte genauer zu ermitteln. Auf Basis der Daten schätzt das Projektteam ökonomische und ökologische Auswirkungen ab.

Abschließend werden Vorschläge entwickelt, wie Rebound-Effekte minimiert sowie der Energieverbrauch der Haushalte insgesamt reduziert werden können. In das Vorhaben sind eine Reihe von Praxispartnern eingebunden: Verbraucherzentralen, Klimaschutzagenturen sowie Unternehmen, die Dienstleistungen für die Eigenerzeugung und den Bezug erneuerbarer Energien anbieten. Die praxisrelevanten Ergebnisse werden für diese Zielgruppen sowie für politische Akteure aufbereitet:

  • Gegen Ende des Projekts wird ein Expertenworkshop zum Thema politische Instrumente stattfinden.
  • Für Multiplikator/innen wird ein Folder erstellt, der dazu beitragen soll, Rebound-Effekte durch Erneuerbare Energien zu erkennen und zu vermeiden. Dieser wird Empfehlungen zu Informations- und Beratungsangeboten enthalten und zusammen mit den Praxispartnern Verbraucherzentrale NRW und Klimaschutzagentur Region Hannover erarbeitet.
  • Unternehmen, die Dienstleistungen für Prosumer und Verbraucher/innen anbieten, werden mittels kurzer Mitteilungen über Möglichkeiten informiert, einen sparsamen Energieverbrauch bei ihren Kund/innen zu fördern.
  • Ein Policy Paper wird Strategien und Instrumente zur Vermeidung von Rebound-Effekten durch den Umstieg auf erneuerbare Energien vorschlagen.

 

Informationen und Hinweise

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Fördermaßnahme „Rebound-Effekte aus sozial-ökologischer Perspektive“ des Förderschwerpunkts Sozial-ökologische Forschung (SÖF).

Anschrift

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
Potsdamer Straße 105
10785 Berliner

Mitte

Präsentiert von

Ansprechpartner*innen

Dr. Julika Weiß
030 / 884 594 25 030 / 884 594 25
julika.weiss@ioew.de

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