LaVidaVerde

gemeinsam, ökologisch und solidarisch leben

Mit dem Projekt LaVidaVerde realisiert eine bunt gemischte Baugruppe eine gemeinsam entwickelte Idee von zukunftsorientiertem Wohnen und Leben im Berliner Weitlingkiez. So entsteht eine Antwort auf aktuelle ökologische und soziale Herausforderungen in Form eines Wohnprojekts.

LaVidaVerde wird ein Energie-Plus-Haus für eine bunte Gruppe engagierter junger und alter Menschen, die sich bewusst für ein Projekt entschieden haben, das gemeinschaftliches Wohnen ebenso ermöglicht wie ressourcenschonendes Leben und politisches Arbeiten im und für den Kiez. Dabei beschränkt sich die Gemeinschaft nicht nur auf das Zusammenleben im Haus, sondern wird auch in der Realisierung gemeinsamer Ziele sichtbar.


Das Projekt versteht sich als Leuchtturm, das seine Lösungen zu technischen und organisatorischen Fragen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Die Bewohner möchten unmittelbar in ihre Wohnumgebung hineinwirken und stellen Gemeinschaftsräume zur Mitnutzung durch Kiezprojekte zur Verfügung. Außerdem sollen im Rahmen des EnergiePlusHaus-Konzeptes Schülergruppen durch das Haus geführt und die Technik erläutert bekommen und es bestehen Pläne zur Einrichtung eine Elektrofahrrad-„Tankstelle“, die mit eigenem Strom versorgen werden soll.

LaVidaVerde fördert einen bewussten Umgang mit Energie und zeigt, wie Wohnraum ressourcensparend bewirtschaftet werden kann. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, mit Sonnen- und Windkraft mehr Energie zu erzeugen als das Projekt selbst benötigt (EnergiePlusHaus) und 80% weniger Wärme, Strom und Wasser zu verbrauchen als der Durchschnitt. Mittelfristig soll über eine Kiez-Energie-Initiative ein Beispiel dafür entwickelt werden, dass eine dezentrale Energieversorgung möglich ist.

Ziele

Das Kernziel ist, den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen auf ein vernachlässigbares Minimum zu senken und den CO²-Ausstoß auf 10-20% des deutschen Durchschnittsverbrauchs im Bereich Wohnen zu reduzieren. Die Baugruppe will nachweisen, dass Wohngebäude in Zukunft Strom produzieren und nicht abnehmen, und baut daher ein Energie-Plus-Haus. Dies soll erreicht werden durch:
 

  • eine auf optimale Dämmung ausgerichtete Bauweise/Architektur: ein Neubau hat den Vorteil, dass alles gut geplant werden kann. Durch geschickte Planung werden Wärmebrücken verhindert. Eine Fassade ohne Vorsprünge, Erker oder eingebaute Balkone ermöglicht eine sehr gute Dämmbarkeit des Gebäudes.
  • ein Sonnendach mit Photovoltaikmodulen: auf das eigentliche Wohngebäude wird ein Dach aufgesetzt, das eine für die Umwandlung von Sonnenenergie optimale Neigung hat. Das Sonnendach liefert ausreichend Energie zur Warmwasserbereitung und Deckung des Strombedarfs. Es soll über das Jahr gerechnet ein Stromüberschuss produziert werden (Energie-Plus-Haus).
  • Regen- und Grauwassernutzung: Dass Regenwasser für die Waschmaschine viel besser geeignet ist als das sehr kalkhaltige Berliner Leitungswasser, ist keine neue Erkenntnis. Aufbereitetes Dusch- und Badewasser (Grauwasser) kann zur Toilettenspülung genutzt werden. Durch den Neubau bietet sich die Chance, Regen- und Grauswassernutzung von Anfang an mitzuplanen und so die Investitionskosten in diese Umwelttechnik niedrig zu halten. Über eine Pflanzenkläranlage im Garten, UV- und Ultrafilter wird Grauwasser wieder aufbereitet.
  • eine ressourcenschonende Lebensweise: Ein gut durchdachtes Konzept für die gemeinsame Nutzung von Räumen, Geräten und Flächen soll dem Trend entgegenwirken, immer größeren Wohnraum durch einzelne Personen zu beanspruchen. Gemeinschaftsräume (Gästezimmer, großer Mehrzweckraum) ermöglichen einen geringen individuellen Flächenbedarf, eine Waschküche macht die eigene Waschmaschine in der Wohnung überflüssig.
Anschrift

Baugruppe LaVidaVerde
Sophienstr. 35
10178 Berlin

Mitte

Präsentiert von

Ansprechpartner*innen

Kirsten Dieckmann
030 / 510 64 886 030 / 510 64 886
info@lavidaver.de

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