Intelligente Mobilitätsstation Südkreuz

Deutsche Bahn goes Elektromobilität

Im Süden Berlins verbindet der Großbahnhof Südkreuz den Berliner Ring mit der nord-südlichen Fernverkehrsachse der Deutschen Bahn und bildet eine wichtige Drehscheibe im lokalen wie im (über)regionalen Bahnverkehr. Nun wird der erst vor wenigen Jahren fertig gestellte Bahnhof im Rahmen eines Pilotprojektes zu einem Verkehrsknotenpunkt für Elektromobilität umgebaut, um eine weitere Eingliederung in den städtischen Verkehr ermöglichen zu können.


Motivation
Im Rahmen des internationalen Schaufensters Elektromobilität Berlin-Brandenburg sollen eine Reihe von Anwendungsfällen für die Integration der Elektromobilität erprobt und dargestellt werden. Viele Projektansätze verfolgen dabei die notwendige intelligente Kopplung zwischen Stromnetz und Elektrofahrzeugen. Dabei zeigen sich im Rahmen der Energiewende starke Tendenzen zur zunehmend dezentralen Erzeugung von Erneuerbaren Energien. Die notwendige Kopplung bedingt, dass Energie- und Verkehrswende zusammengedacht werden müssen. Konsens besteht auch darin, dass die Integration von Elektrofahrzeugen primär über e-Flotten gelingen wird.

Diese werden Teil eines intermodalen Gesamtkonzeptes und somit Teil des öffentlichen Verkehrs. Die dadurch bedingte zunehmende Vernetzung wird sich an großen Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs abspielen. Diese werden zu intermodalen Verkehrsdrehscheiben. Im Rahmen des Schaufensters soll eine solche Verkehrsdrehscheibe zu einer intelligenten Mobilitätsstation ertüchtigt werden, die Elektromobilität mit Energie und dem Öffentlichen Verkehr verknüpft.

Die intelligente Mobilitätsstation Südkreuz wird

  • durchgängig elektromobil
    Dies beinhaltet neue bzw. erweiterte Elektromobilitätsangebote im und am Bahnhof, sowie die Kopplung elektromobiler Angebote mit der dezentralen Erzeugung regenerativer Energie. Die neuen bzw. erweiterten Elektromobilitätsangebote beinhalten die Verschiebung und den Ausbau der bestehenden e-Carsharingstation auf den Bahnhofsvorplatz, sowie die Einbindung eines induktiven berührungslosen Ladekonzeptes für den Taxibetrieb (im Verbund mit Projekt D3 am EUREF-Campus).
  • lokal und regenerativ versorgt
    Dazu werden zwei horizontale Kleinwindenergieanlagen (KWEA) auf dem bestehenden Parkdeck im Süden installiert, sowie eine vertikale KWEA in der Auffahrt zum Parkdeck. Eine Photovoltaikanlage komplementiert den Mix zur EE-Erzeugung. Eine Netzpufferbatterie wird die Volatilitäten der regenerativen Energien kompensieren und das System vervollständigen. Im Mittelpunkt steht hier die Versorgung der elektromobilen Angebote und der Ladengeschäfte des Bahnhofs.
  • für den Nutzer erfahrbar
    Die Integration der Nutzer erfolgt darüber hinaus über Indoor-Navigation und Demonstratoren im Bahnhofsgebäude, welche die Mobilitätsstation erfahrbar machen. Die Indoor-Navigation ermöglicht die nahtlose Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsangebote der Mobilitätsstation: Fernverkehr, ÖPNV auf Schiene und Straße, e-Carsharing, e-Taxi und e-Bikes.

Ausgehend von den bereits auf dem EUERF-Campus im Projekt BeMobility gesammelten Erfahrungen bei der Integration der Elektromobilität und der dezentralen Erzeugung Erneuerbarer Energien sollen hier im öffentlichen Raum Erkenntnisgewinne für die Übertragung auf andere Bestandsgebäude und -anlagen im System Bahn erzielt werden. Weiterhin sollen tragfähige Konzepte für die großflächige Integration von Erneuerbaren Energien in Bestandsflächen der Bahninfrastruktur entwickelt werden (z.B. PV-Contracting und damit die Erschließung des nördlichen Parkdecks).

Die Projektinhalte und -ergebnisse werden mit den Partnern im Bahnhofsgebäude selbst dargestellt, im Rahmen der Projekte D1 und D3 in der Leitwarte auf dem EUREF-Campus visualisiert, aber auch durch regelmäßige öffentliche Veranstaltungen – z.B. entlang der Ringbahn bis zum EUREF-Campus – erfahrbar gemacht.

Beteiligte – Partnerstruktur

  • Die DB Station & Service AG ist Konsortialführer des Verbundprojektes und nimmt die Eigentümer- und Hausherrenfunktion wahr. Dazu zählt das Mitwirken bei Genehmigungen und notwendigen Eigentümerhandlungen. Außerdem bündelt DB S&S die Akteure des DB-Konzerns (Dachfunktion), wirkt bei der Grundkonzeption über alle APs hinaus mit und stellt Anlagen, Flächen und Pläne bereit.
  • Die Alcatel-Lucent Deutschland AG unterstützt die Planung und Auslegung und übernimmt die Umsetzung der Indoor-Lokalisierung auf WLAN-Basis.
  • Die Bombardier Transportation GmbH wirkt bei der Konzeption der Energieinfrastruktur, sowie der Planung, Auslegung und Umsetzung der Induktivladestation mit. Darüber hinaus betreibt Bombardier industrielle Forschung an der Schnittstelle Ladung/eAuto.
  • Die HaCon Ingenieursgesellschaft mbH entwickelt Komponenten der Indoor-Navigation und sorgt für die Einbindung in IKT-gestützte ÖV-Auskunftssysteme.
  • Das Innovationszentrum für gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH  übernimmt die Ausarbeitung der Grundkonzeption, sowie das Projektmanagement im Auftrag des Konsortialführers. Darüber übernimmt das InnoZ die Leitung des AP „Indoor-Navigation“ und ermittelt Im AP 5 die technisch/soziologischen Anforderungen an integrierte Mobilitätssysteme und Indoor-Navigation ermittelt.
  • Das Reiner Lemoine Institut gGmbH ist für die wissenschaftlich-technische Auslegung des Gesamtkonzepts insb. Anforderungen des Energiesystems inkl. Smart-Grid-Konzeption verantwortlich. Die wissenschaftliche Begleitung findet dabei über alle APs statt. Desweiteren ist das RLI zuständig für die Planung, Auslegung und Realisierung der Windenergieanlagen.
  • Die Schneider Electric Deutschland GmbH ist für die technische Analyse des Ist-Zustandes und die Umsetzungsplanung verantwortlich. Darüber hinaus sorgt Schneider Electric für die Realisierung der technischen Komponenten von Speicherung, Verteilung und Steuerung der Smart Grid Komponenten.
  • Die Solon Energy GmbH ist für Konzeption und Implementierung der Photovoltaikkomponenten zuständig und wirkt bei der technischen Konzeption des Smart Grid, insb. Photovoltaik und Speicherlösungen mit.

Als assoziierte Partner ohne eigenen Förderantrag wirken mit: DB Fuhrpark, DB Energie, DB Bahnpark, Contipark und NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg. Weitere assoziierte Partner können mit sinnvollen Ergänzungen in das Projekt eingebunden werden.

Gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Rahmen des Förderprogramms Internationales Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg; Projektträger: VDI/VDE-IT. Regionale Koordination: eMO

Plan Südkreuz
Plan Südkreuz
Anschrift

DB Station & Service AG
General-Pape-Straße 1
12101 Berlin

Tempelhof-Schöneberg

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Ansprechpartner*innen

DB Station & Service AG

(030) 297 36878 (030) 297 36878

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