PHED: PASSIVHAUS ENGELDAMM

A SIGNATURE BUILDING

Für den zunehmend angespannten Wohnungsmarkt in Berlin sucht das Land nach Lösungen, die unterschiedliche Zielebenen vereinen sollen: Baukultur, Energieeffizienz, Klimafreundlichkeit, Bezahlbarkeit und soziale Fragen sind nur einige davon. Ein Bauprojekt aus den letzten Jahren, das all diese Ebenen in einem guten Gesamtkonzept zusammenzubringen versucht ist das PHED – thailändisch für „diamant, scharf“ und Akronym für das Passivhaus am Engeldamm. Die Straßenzüge um das Engelbecken zwischen Kreuzberg und Mitte kann dabei sinnbildlich stehen für eine komplexe Gemengelage der aktuellen Stadtentwicklung mit all ihren Möglichkeiten, aber auch den damit oft einhergehenden Konflikten, für gemeinhin unter dem Stichwort „Gentrifizierung“ zusammengefasst.

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Klimaschutz und sozialer Anspruch

Das PHED zeigt einen Weg auf, wie sich möglichst viele der Ansprüche an eine moderne Stadt- und Wohnraumentwicklung vereinen lassen. Die Investorin ist dabei kein „anonymer“ Großinvestor aus Übersee, sondern die Stiftung Edith Maryon, die sich der Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten verschrieben hat. Mit dem PHED hat sie den Versuch gewagt, an herausgehobener Lage ein Gebäude zu bauen, das nicht nur architektonisch anspruchsvoll daher kommt, sondern zugleich dem Passivhausstandard gerecht wird, den energetischen Fußabdruck in der Stadt also minimiert – und das mit einem ambitionierten Mietpreiskonzept, das trotz modernstem Wohnen bezahlbar bleiben soll.

Wärmebrückenfreie Konstruktion

Das Grundkonzept des Hauses ist ein „bewohnbarer Rohbau“, der erst einmal brachial, aber dennoch gemütlich daher kommt – und energetisch äußerst durchdacht ist, da die Konstruktion des Gebäudes Wärmebrücken fast vollständig vermeidet und daher im Winter die Wärme sowie im Sommer die Kälte „drinnen“ hält. Natürlich unterstützt durch eine zeitgemäße Dämmung der Gebäudehülle inkl. Isolierglas sowie das auch architektonisch interessante „Vorhangsystem“ der Balkone, das an wirklich warmen oder kalten Tagen noch einmal ein paar Prozent bringen kann.

Sinnvoll kombinierte Techniken

Technisch wartet das Haus dann auch mit einer ganzen Batterie an fortschrittlicher Technologie auf, die beim Energiesparen hilft: Erdsonden nutzen die Energie aus dem Untergrund und bringen sie dank Wärmepumpen in die Wohnungen.

Eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmetauschern „fängt“ die Energie der Raumluft ein, bevor sie ins Freie entlassen wird, und gibt sie an die Zuluft zurück, so dass kaum mehr Energie für Heizung oder Kühlung benötigt wird. Im Winter trägt auf diese Weise sogar die Körperwärme der Menschen im Haus zum Heizen bei und entflieht nicht in die Winterkälte.

Weitere Energie, die vom Haus dann doch noch benötigt wird, generieren thermische Solarkollektoren auf dem Dach, die Sonnenenergie einfangen und dem Haus zur Verfügung stellen, beispielsweise für Elektrogeräte oder die intelligente Haussteuerung.

Und selbst die Wasserversorgung des Hauses funktioniert so sparsam und umweltfreundlich, wie aktuell möglich. Eine Grauwasseranlage versorgt Toiletten, Waschmaschinen und Grünflächen des Hauses und hilft so, den Frischwasserverbrauch des Gebäudes auf das Notwendigste zu reduzieren.

Der Passivhaus-Standard als Baustandard ist möglich

Das PHED zeigt damit eindrucksvoll, dass der Passivhausstandard auch bei Projekten möglich ist, die nicht ausschließlich auf maximale Rendite abzielen und daher auf Mieterinnen und Mieter abstellen, die gerne auch „mehr“ bezahlen, um in einem umwelt- und klimafreundlichen Gebäude zu wohnen, sondern längst Standard sein könnte. Vorausgesetz, die am Neubau Beteiligten – von der Eigentümerin bis zum Architekturbüro – sind diesbezüglich motiviert und verfolgen ihre Version konsequent.

Die Vision: das PHED als Gesamtkunstwerk

Das Brise Soleil – die Aussenplattform der Wohnungen – ragt einnehmend als skulpturale plastische Form in den Straßenraum hinein. Die eigentliche Fassade des Hauptbaukörpers ist völlig gläsern – somit visuell nicht vorhanden – und weicht einen Meter von der Grundstücksgrenze zurück. So entsteht eine Raumdiffusion zwischen Aussen und Innen – zwischen STADT UND HAUS.

Wie aus einem monolithischen Betonblock gehauen – mit der Textur eines rohen Diamanten, mit mehr als nur den technisch erforderlichen Fertigteil-Fugen versehen – markiert das Betonband den Blockrand und betont auf markante Weise die Block-Ecke vis-à-vis mit der St.Thomas-Kirche.

Das eigentliche Gebäude beginnt erst nach der Grundstücksgrenze. Der verlorene Meter kommt den Balkonen auf dem Brise Soleil zugute und generiert ganz oben ein stadtplanerisch gewünschtes Staffelgeschoß, ohne zurückzustaffeln. Als Hülle fungiert hier Glas, das bündig in alle angrenzenden Bauteile eingelassen wurde.

Die den städtebaulichen Anforderungen geschuldete Bauflucht wird durch eine Gaze aus einem Edelstahlnetz realisiert. Der „städtebauliche Vorhang“ auf der Grundstückgrenze wechselt, je nach Lichteinfall und Perspektive, sein flüchtiges Erscheinungsbild – von völliger Transparenz bis hin zur Geschlossenheit. Als Abdruck der Historie nimmt er schwebende Rahmen auf, deren Proportionen an die Fassadenstruktur typischer Gründerzeitgebäude erinnern.

Hineingesaugt durch die Wölbung in der Gaze erschließt sich die Hofdurchfahrt. In ihrer Proportion entspricht sie den historischen Vorbildern – sie ist jedoch nicht nur Transitraum, sondern vielmehr das Gebäude-Entree, welches von allen Mietern als Veranstaltungs- und Ausstellungsraum genutzt werden kann.

Erwachsen aus dem Formenkanon öffentlicher Verkehrsmittel – im Spannungsfeld zwischen Linienbus und Knight-Rider – erschließt der Lift alle Ebenen schwellenlos vom Bürgersteig bis zur Dachterrasse.

Um einen zentralen Kubus organisiert, bilden einzelne Wandscheiben den funktionalen Anforderungen entsprechende Zonierungen. Raumhoch zu öffnende Türen unterstreichen die offene Grundrissdisposition und stellen den Kubus optisch frei. Als wärmster Bereich beinhaltet der Kubus ein Bad: großflächige Verglasungen erlauben hier eine natürliche Belichtung und Blickbeziehungen zur Außenwelt.

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Ein Service vonim Auftrag vonKonzept und Durchführung

Veranstalter

  • Beriner impulsE [ww.berliner-impulse.de]

im Auftrag von

  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt [www.stadtentwicklung.berlin.de]

Konzept und Durchführung

  • EUMB Pöschk [www.vme-energieverlag.de]

Hauptsponsor

  • Vattenfall AG [www.vattenfall.de]

Medienpartner

  • Inforadio Berlin [www.inforadio.de]
  • Tagesspiegel [www.tagesspiegel.de]
  • Grundeigentum-Verlag [www.grundeigentum-verlag.de]

Kooperationspartner

  • Agentur für Nachhaltiges Bauen [www.agentur-reimann.de]
  • BBU [www.bbu.de]
  • Berliner Mieterverein [ww.berliner-mieterverein.de]
  • BUND [www.bund.net]
  • Elektroinnung Berlin [www.elektroinnungberlin.de]
  • EUREF Campus [www.eurefcampus.de]
  • Handwerkskammer Berlin [www.hwk-berlin.de]
  • Holzbär [www.holzbaer.eu]
  • Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH [www.innoz.de]
  • Klimaschutzpartner Berlin [www.klimaschutzpartner-berlin.de]
  • Lichtblick AG [www.lichtblick.de]
  • Sanitärinnung Berlin [www.shk-berlin.de]